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„Aktion soll Mut machen, Menschen zu helfen“

Frank Böse (von links), Hartmut Krause, Holger Bischoff, Andreas Sinning und Luigi Böse. Foto: Lisa Müller
Frank Böse (von links), Hartmut Krause, Holger Bischoff, Andreas Sinning und Luigi Böse. Foto: Lisa Müller

5.000-Euro-Spende an das NKR

EICKLINGEN (lm). Am vergangenen Dienstag übergaben einige Mitglieder des TuS Eicklingen eine Spende im Wert von 5.000 Euro an das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR).

Die Spendengelder kamen im Rahmen der Typisierungsaktion für den 20-jährigen Luigi Böse vom TuS Eicklingen zusammen, bei dem im April eine aplastische Anämie, eine sehr seltene Form der Blutarmut, diagnostiziert wurde. Ein Weg die Krankheit besiegen zu können, ist die Stammzellenspende eines „genetischen Zwillings“. 1.135 Personen haben an der Typisierungsaktion teilgenommen. „Auch wenn wir wussten, dass im Vorfeld ordentlich an der Werbetrommel gerührt wurde, waren wir von der enorm hohen Resonanz überrascht“, erklärte der Vorsitzende des TuS Eicklingen, Hartmut Krause.

Neben der Aktion sammelten auch die Vereine VfL Wathlingen und SV Nienhagen für die Familie Böse, die den Betrag nur minimal aufrundeten bevor er ans NKR übergeben wurde. „Jede Spende hilft uns - die Gelder gehen unter anderem in die Kosten für Erstttypisierungssets“, erklärte Holger Bischoff vom NKR.

Die Typisierungsaktion soll den Menschen Mut machen und anregen, selbst Spender zu werden und anderen zu helfen, verdeutlichte Bischoff. „Einige sind anfangs noch unsicher, ob sie wirklich spenden sollen, aber die, die es geschafft haben, sagen, dass sie es immer wieder machen würden.“ Einen Erfolg konnte die Typisierungsaktion schon verbuchen. Es wurde jemand gefunden, der zwar nicht Luigis „genetischer Zwilling“ ist, aber dafür passend für einen anderen Menschen sei und nun helfen könne.

Luigi selbst steckt gerade seine gesamte Kraft in eine immunsuppressive Therapie. Dennoch lässt er es sich aber nicht nehmen, abends seine Fußballkollegen vom TuS Eicklingen beim Training zu sehen und so normal wie es geht am Leben teilzuhaben.