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Team des SC Wietzenbruch kann für die Kreisliga planen

Die Zuschauer sahen in der Bezirksliga spannende Spiele. Archivfoto: Peters
Die Zuschauer sahen in der Bezirksliga spannende Spiele. Archivfoto: Peters

Bezirksligist VfL Westercelle darf von Rückkehr in Landesliga träumen

CELLE (rs). In der Fußball-Bezirksliga lohnt sich der Blick auf die bisherige Saison: Hier besteht die Hoffnung auf den Wiederaufstieg, da ist der Abstieg beschlossene Sache. Personalnot prägt den Spiel- und Trainingsalltag beim Aufsteiger. Die Celler Mannschaften gehen mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr.

Wer hätte das gedacht? Diese Frage stellen sich sowohl die Anhänger des VfL Westercelle als auch die Fans des SC Wietzenbruch. Die einen können euphorisch in das neue Jahr schauen, die anderen mögen darüber nachdenken, welches Gesicht denn die Mannschaft nach dem Abstieg in die Kreisliga haben wird.

Der VfL Westercelle stieg im Frühjahr aus der Landesliga ab. Die Mannschaft veränderte ihr Gesicht. Kapitän Daniel Weiß ging von Bord, schloss sich dem TuS Bröckel an. Zum Kader stieß ein Dutzend talentierter Fußballer aus der U19 des Vereins. Konnte das gut gehen? Wie schnell gewöhnen sich die jungen Dachse an die neue Liga im Herrenbereich. Und Skeptiker sollten zunächst Recht behalten. Ging doch das erste Spiel zuhause gegen die SG Scharmbeck-Pattensen deutlich verloren. Und auch die zweite Partie verloren die Gelb-Schwarzen beim MTV Soltau mit 0:3. Dann das Urteil des Sportgerichts, das dem VfL die Punkte aus dem ersten Spiel zusprach. Eine Initialzündung? Von nun an war das junge Team von Heiko Vollmer und Axel Güllert kaum zu halten. Talente wie Tom Schaper oder Niklas Pausch rückten ins Rampenlicht. Rückkehrer Philipp Garmann wurde immer mehr zur Stütze im Mannschaftsgefüge. Und die Gelb- Schwarzen fuhren Sieg um Sieg ein. Höhepunkte waren dabei sicher das 8:0 gegen den VfL Maschen und der 3:2-Erfolg gegen den Tabellenführer vom TSV Elstorf. Der VfL rangiert mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei.

Aufsteiger SC Vorwerk ging die neue Liga hochmotiviert an. Im Pokal scheiterte man nach einem Erfolg gegen den VfL Westercelle (6:3 nach Elfmeterschießen) ganz knapp nach langer Führung mit 1:2 am Landesligisten MTV Eintracht Celle. Der Kader war gut besetzt. Der Start gelang mit zwei Siegen. Doch nach und nach gingen den Trainern die Spieler aus. Verletzungen im zum Saisonbeginn nur minimal ergänzten Kader sorgten für Lücken im Gefüge. Hinzu kamen Platzverweise der ärgerlichen Art. Die neue Liga forderte ihren Tribut. Und zum Ende hin mussten Stefan Mainka und Uli Mathesius den Kader gar durch Spieler der Zweiten Mannschaft auffüllen. Kein Team hat die Winterpause wohl so sehr herbei gesehnt wie die Lila-Schwarzen. Derzeit steht die Mannschaft um Marc Matthesius, Daniel Peth und Robin Ohlde auf dem neunten Rang. Ganze vier Zähler trennen den SCV vom Relegationsplatz. Doch die Vorwerker haben gezeigt, dass sie in der Bezirksliga mithalten können.

Die Gründe für die katastrophale Bilanz des Tabellenletzten SC Wietzenbruch sind vielfältig. Insgesamt hängt zu viel an „den Alten“, den Leistungsträgern Kais Manai, Sebastian Kunze, Niles Petersen oder Mathias Winkler. Am Saisonende werden sich die Kicker vom Alten Kanal erst einmal aus der Bezirksliga verabschieden müssen.
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