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Moussa Doumbouya ist bester Torjäger der Landesliga

MTV Eintracht Celle zeigt bisher eine hervorragende Saisonleistung. Archivfoto: Peters
MTV Eintracht Celle zeigt bisher eine hervorragende Saisonleistung. Archivfoto: Peters

MTV Eintracht Celle mit einem außergewöhnlichen Jahr

CELLE (rs). 2018 - was für ein Jahr für den MTV Eintracht Celle. Abgestiegen nach einer lehrreichen Saison in der Oberliga. Am Ende fehlten fünf Punkte zum Klassenerhalt. Die letzten fünf Spiele wurden nicht mehr verloren. Ein Abstieg mit Stil. Mit der Ansage: „Vielleicht sehen wir uns bald wieder.“

Viele Spieler haben den Verein verlassen. Es war schwer einen Kader zusammenzustellen. Nur wenige Spieler wollen sich heute noch der Konkurrenz stellen, den Wettbewerb um einen Stammplatz aufnehmen. Und so hatte das Trainergespann um Hilger Wirtz-von- Elmendorff gerade einmal 15 Aufrechte um sich versammelt, als die Vorbereitung startete. Mit 15 Mann in die Landesliga? Ein ambitioniertes Unterfangen. Und so war es nachvollziehbar, dass der Trainer zunächst tief stapelte und die Gefahr sah, schon früh in der Saison ins Hintertreffen zu geraten. Ein Fehlstart drohte bei Begegnungen bei MTV Treubund Lüneburg, gegen Teutonia Uelzen und beim Geheimfavoriten in Bornreihe.

Doch es zeigte sich schnell, dass es dem Trainer und seinem Co Frank Steinkuhl gelungen war, eine verschworene Gemeinschaft zu formen. Was blieb den beiden übrig, als von Woche zu Woche die gleiche Mannschaft auf das Feld zu schicken. Drei Siege zu Beginn. Das Selbstbewusstsein wuchs. Die Gegner kamen und gingen, ohne Punkte mitnehmen zu können. Die Eintracht zeigte sich als Einheit. Schwer zu spielen, schwer zu besiegen. Dabei immer darauf bedacht, sich weiterzuentwickeln, auch spielerisch. Der Marsch durch die Spieltage wurde vom Pokalwettbewerb unterbrochen, der zunächst auch nur Siege brachte. Aber dann auch die erste Enttäuschung. Beim klassenniederen SV Küsten aus der Bezirksliga 3 setzte es im Viertelfinale am Tag der Deutschen Einheit eine unerwartete 0:3- Niederlage. Aus der Traum von der DFB-Pokal-Hauptrunde.

Und genau einen Monat später, am 3. November, setzte es die erste Punktspiel-Niederlage der Saison 2018/19. Ein Tor von Hilger Wirtz-von-Elmendorff junior reichte nicht aus, um beim größten Konkurrenten zu punkten. 2:1 hieß es am Ende für die Hausherren. Doch der Kopf blieb oben. Das Selbstbewusstsein war stabil. Und so folgten Siege gegen Stade SV Eintracht und MTV Treubund Lüneburg. Der Vorsprung betrug mittlerweile acht Punkte bevor es zum letzten Spiel des Jahres nach Uelzen ging. Ein Doppelschlag brachte die Celler nach 26 Minuten auf die Verliererstraße. Zwar hielt Christof „Otto“ Rienas noch einen Strafstoß, doch reichte es nicht zu mehr als einem Tor durch Lars Borchert. Das letzte Spiel verloren. Fünf Zähler Vorsprung auf Harsefeld. Es geht nur noch zwischen diesen beiden Teams um den Aufstieg.

Ganz besonderen Anteil hat daran der Top-Torjäger der Liga, Moussa Doumbouya. 16 Mal traf Celles Goalgetter. Und Doumbouya hat, wie alle seine Kameraden, noch Luft nach oben. Adrian Zöfelt ließ seinen 17 Treffern in der Oberliga bereits neun weitere in der Landesliga folgen. Lars Borchert, der zusammen mit Malte Marquard eine bärenstarke Innenverteidigung bildet, traf acht Mal. In der Fairness-Wertung nehmen die Blau-Weißen einen Mittelplatz ein.