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Weihnachtsbäume ...und mehr...

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Bauernhof Lehmann
Der Weihnachtsbaumverkauf startet wieder. Foto: Leinemann
Der Weihnachtsbaumverkauf startet wieder. Foto: Leinemann

Nordmanntannen sind auch weiterhin sehr beliebt
Weihnachtsbaumverkauf hat begonnen

BERGEN.  Im Celler Land startet jetzt der Weihnachtsbaumverkauf. Es ist ein sehr spezielles Jahr, das merkt man jetzt im Winter bei den Weihnachtsbäumen immer noch.

Ende März änderte sich das Wetter schlagartig. „Von einem gefühlt neun Monate anhaltenden Tief mit überdurchschnittlichen Regenmengen hin zu einer Trockenperiode mit vereinzelten geringen Niederschlagsmengen. Die Trockenheit hält bis heute an“, erklärt Hinrik Leinemann, Weihnachtsbaumproduzent aus Nienhagen. In der Vegetationsperiode wurde eine klimatische Wasserbilanz von -550 Millimeter festgestellt. Ohne die zusätzliche Feldberegnung wären alle Neuanpflanzungen der vergangenen zwei bis drei Jahre vertrocknet. Weihnachtsbäume können zwar eine Menge ab, speziell die Nordmanntanne mit ihrer tiefen Pfahlwurzel, aber diese Wetterextreme sind außergewöhnlich. Die Nährstoffe im Boden, die für Wachstum benötigt werden, waren erst spät im Sommer durch zusätzlichen Wassergaben verfügbar für die Bäume. Die kräftige, dunkelgrüne Ausfärbung der Nadeln stellte sich dieses Jahr relativ spät ein.

Liebstes Kind der Deutschen ist nach wie vor die Nordmanntanne mit über 70 Prozent. In Deutschland werden etwa 25 Millionen Natur Weihnachtsbäume aufgestellt, von denen etwa 90 Prozent aus dem Inland stammen. Entgegen der allgemeinen Vermutung, werden von Deutschen Weihnachtsbaumproduzenten und Händlern mehr Bäume exportiert als importiert. Trotz der Witterungsextreme der vergangenen anderthalb Jahre müssen die Celler auch zukünftig nicht auf ihren Weihnachtsbaum verzichten. Es werden jedes Jahr aufs Neue Weihnachtsbäume angepflanzt. Die Neupflanzung wird dann etwa in 2028 Hieb reif sein.


Tipps für die Auswahl des richtigen Weihnachtsbaumes
Weihnachtsbaumkauf ist ein Erlebnis für die ganze Familie

CELLE. Er gehört genauso zu Weihnachten wie Lebkuchen, Gans und Kerzenschein: der Weihnachtsbaum. Die Niedersächsischen Landesforsten geben Tipps, wie man den richtigen Baum auswählt.

War früher die normale Fichte des Deutschen liebster Weihnachtsbaum, ist dies heute die Nordmanntanne. Deren weiche, sattgrüne Nadeln pieksen nicht und halten lange am Baum. Aber auch Blaufichten, Edeltannen oder Kiefern finden noch immer den Weg in niedersächsische Wohnzimmer. Ob Nordmanntanne, Blaufichte oder Kiefer: Den frischsten Weihnachtsbaum gibt es direkt aus dem Wald. Und am besten schlägt man ihn selbst - gerade für Familien ein tolles Erlebnis.

Wählt man einen bereits geschlagenen Baum, so erkennt man den Frischegrad an der Schnittstelle: Ist diese hell, wurde der Baum erst kurz zuvor gefällt und ist frisch. Vor dem Transport im Auto oder auf dem Autodach kann der Baum in ein Netz verpackt werden. Dies erleichtert nicht nur den Transport - es verhindert auch, dass Äste abbrechen.

Zu Hause angekommen, schneidet man den Baum einige Zentimeter an und bewahrt ihn im Netz und in einem Eimer mit Wasser an einer geschützten Stelle im Freien oder in einer kühlen Garage auf. Frostige Temperaturen sollten dem Baum erspart bleiben.

Um sich langsam an die wärmeren Temperaturen zu gewöhnen, steht der Baum idealerweise einen Tag vor dem Aufstellen in einem zirka zehn Grad kalten Raum.

Erst kurz vor dem Schmücken positioniert man den Baum im Netz an seinen angedachten Platz - am besten nicht direkt vor Heizkörpern oder vor dem Kamin, da der Baum hier schnell austrocknet.

Dieses Thema ist im Celler Kurier vom 02.12.2018 erschienen. 
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