Nigge empfing rund 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik

Landrat Klaus Wiswe (links) und Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge empfingen gemeinsam die Gäste im Rittersaal des Celler Schlosses. Foto: Müller
Landrat Klaus Wiswe (links) und Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge empfingen gemeinsam die Gäste im Rittersaal des Celler Schlosses. Foto: Müller

Gemeinsamer Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis Celle

CELLE (ram). Im Rittersaal des Celler Schloss fand am vergangenen Dienstagabend der gemeinsame Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis Celle statt. In diesem Jahr konnte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge gemeinsam mit Landrat Klaus Wiswe rund 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen.

„Unser Ziel ist es, Celle so zu gestalten, dass Familien, aber auch vor allem Fachkräfte unsere Stadt als attraktiven Arbeitgeber und vor allem als Lebensmittelpunkt für sich wahrnehmen“, erklärte Nigge. „Daher legen wir als Verwaltung seit Beginn meiner Amtszeit sehr stark den Fokus auf neuen Wohnraum. Wir haben dort riesen Nachholbedarf.“ Von daher freue er sich besonders, dass in diesem Jahr mit der Vermarktung der Wohngebiete in Groß Hehlen und in Garßen begonnen werde. Dies seien zwei Wohngebiete mit 200 Grundstücken, was seiner Ansicht nach für die Stadt ein sehr großer Sprung sein werde. Ohne überhaupt richtig vermarktet zu haben, gebe es bereits jetzt 340 Interessenten. Dies mache deutlich, wie groß der Bedarf sei. In der Wehlstraße sei man schnell vorangekommen und könne dort in diesem Jahr bis zu 40 Wohneinheiten bauen. In der Heese würden gerade 50 Wohneinheiten entstehen. Für die Allerinsel habe die Stadt seit Kurzem einen rechtsgültigen Bebauungsplan für die Bauabschnitte rund um das Hafenbecken.

„Wir werden uns auch langsam dem Thema ‚Hohe Wende‘ nähern müssen. Wir haben jetzt die Möglichkeit diesen Rohdiamanten in Innenstadtnähe zu entwickeln“, so Nigge.

Ein wesentliches Thema für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei laut Nigge die Kinderbetreuung. Bis vor Kurzem habe die Stadt viel zu wenig Kindergartenplätze gehabt. Durch eine Kita-Offensive seien 2018 100 zusätzliche Plätze geschaffen worden. Aber damit sei der Bedarf gerade numerisch gedeckt. Nun müssten wohnortnahe Kita-Plätze geschaffen werden.

„Im Hinblick auf die Attraktivität Celles als Veranstaltungsort wollen wir an das Jahr 2018 anknüpfen“, erklärte Nigge. „Mit über 950 Veranstaltungen haben wir viel bieten können.“ Auch viel Neues sei dabei gewesen. Als Beispiel nannte der OB die „Urban Challenge“. Zudem sei das neue Konzept mit dem sehr großen Weihnachtsmarkt aufgegangen. Die Verwaltung will Celle als Weihnachtsstadt weiter ausbauen und den Titel als „Best Christmas City“ verteidigen.

„Zur Standortattraktivität trägt nicht zuletzt eine vitale Innenstadt bei“, betonte Nigge. „Fachkräfte lassen sich leichter für Unternehmen gewinnen, wenn der Arbeitsort auch als Ort für Wohnen, Einkaufen und Freizeitgestaltung attraktiv empfunden wird, und wenn auch die Familieninfrastruktur stimmig ist. Die Innenstadt konnten wir in den letzten beiden Jahren um viele neue Angebote bereichern. Der Leerstand konnte deutlich reduziert werden und noch immer gibt es Marken, die nach Celle kommen wollen, für die wir aber gar keine passenden Immobilien finden.“ Nigge wies auf das Ziel hin, in der Innenstadt attraktiven Wohnraum zu bieten. Besitzer von Innenstadtimmobilien rief er dazu auf, sich bei der Wirtschaftsförderung zu melden.