Nicht alle Landkreis-Gewässer haben eine gute Qualität

Eine Empfehlung des Umweltausschusses zur Ausweisung des Naturschutzgebietes „Heiden und Magerrasen in der Südheide“ wurde auf kommenden Freitag vertagt. Foto: Alexiou
Eine Empfehlung des Umweltausschusses zur Ausweisung des Naturschutzgebietes „Heiden und Magerrasen in der Südheide“ wurde auf kommenden Freitag vertagt. Foto: Alexiou

Umweltausschuss informierte sich über Gewässergüte

CELLE (ram). Im Kreistagssaal in Celle traf sich am vergangenen Dienstag der Ausschuss für Umwelt und ländlichen Raum des Landkreises Celle zu einer öffentlichen Sitzung. Dabei gab es für die Ausschussmitglieder unter anderem einen ausführlichen Bericht über die Oberflächengewässer im Landkreis.

Im Umweltausschuss wird in zweijährigem Turnus zu dem Thema „Verbesserung/Verschlechterung der Wasser- und Strukturgüte der Gewässer im Landkreisgebiet“ Bericht erstattet. Die Berichterstattung zur Situation der Oberflächengewässer erfolgte durch Dr. Thomas Ols Eggers vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küstenund Naturschutz (NLWKN).

In dem Vortrag, der auf in den Jahren 2010/11 an den elf Messstationen im Landkreis erhobenen Werten beruht, wurde deutlich, dass einige Gewässer im Landkreis eine gute Qualität hätten. Allerdings seien die Flüsse Fuhse, Wietze und Aller vor allem durch Stickstoff und Phosphat belastet. Außerdem gebe es zuviel Zink und Arsen in diesen drei Flüssen, was auf die aus dem Harz kommende Oker zurückzuführen sei, die durch Schwermetalle belastet sei, vermutet Eggers.

Dass die Fuhse eines der belastetsten Gewässer sei, wurde vom Ausschussmitglied Gerald Sommer (Grüne) scharf kritisiert. Und dort wolle das Bergbauunternehmen „Kali + Salz“ nach Beendigung der Abdeckung des Wathlinger Kaliberges auch noch das Regenwasser einleiten. „Das versteht kein Bürger mehr“, so Sommer und warnte vor einer zusätzlichen Salzbelastung des Flusses.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Ausweisung des Naturschutzgebietes „Heiden und Magerrasen in der Südheide“. Es hat eine Größe von zirka 753 Hektar und besteht aus 15 Teilflächen. Sie liegen überwiegend in der naturräumlichen Einheit „Lüßplateau“, mit geringeren Flächenanteilen in den Einheiten „Örtze-Urstromtal“ und „Oerreler Sander“, die alle dem Naturraum Südheide zuzurechnen sind. Das Naturschutzgebiet liegt in den Gemeinden Faßberg und Südheide.

Der Entwurf der Naturschutzgebietsverordnung war im Rahmen einer informellen Vorabbeteiligung den wesentlichen Akteuren vorgelegt worden. Zudem wurde die Abteilung Wasserwirtschaft, das Ordnungsamt und der Jagdbeirat des Landkreises bei der Erstellung des Verordnungsentwurfs beteiligt. Am 29. Januar hatte dann der Umweltausschuss den Entwurf der Verordnung über das NSG „Heiden und Magerrasen in der Südheide“ nebst Begründung und Karten zur Kenntnis genommen.

Nach der Vorstellung wurde der Entwurf der Verordnung sowie die Anlagen öffentlich ausgelegt und Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme aufgefordert. Bei diesem Beteiligungsverfahren sind nach Angaben der Kreisverwaltung 21 externe Rückmeldungen eingegangen, einschließlich solcher ohne Bedenken.

In der Diskussion dieses Tagesordnungspunktes sind dann noch einige Fragen ausgekommen, sodass die abschließende Empfehlung auf die nächste Umweltausschusssitzung am kommenden Freitag, 14. Juni, vertagt wurde.