Klimaschutz als strategisches Ziel auf allen Ebenen

Die CDU-Fraktion möchte mit einer Photovoltaik-Offensive die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Stromerzeugung in kommunalen Liegenschaften vorantreiben. Foto: Archiv
Die CDU-Fraktion möchte mit einer Photovoltaik-Offensive die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Stromerzeugung in kommunalen Liegenschaften vorantreiben. Foto: Archiv

Antrag der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Celle

CELLE. Ohne wirksames Handeln in den Kommunen werden die nationalen Klimaschutzziele nicht umzusetzen sein. Es genügt aber nicht, den Klimanotstand festzustellen, meint der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Celle, Heiko Gevers.

Es bedarf nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden konkreter Maßnahmen, um die Klimaschutzziele zu erreichen. „Politischer Wille der CDUFraktion ist, dass die Stadt Celle einen Beitrag zum nationalen Klimaziel leistet, bis 2030 den CO2-Ausstoß um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken und sich zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Kommune entwickelt“, verdeutlicht der CDU-Ratsherr Joachim Ehlers.

„Daher beantragen wir, dass Klimaschutz als strategisches Ziel auf allen Ebenen mit hoher Priorität festgelegt und ein wesentliches Kriterium bei allen Entscheidungen wird“, führt Ehlers weiter aus. Das bedeutet, dass jedes einzelne Handlungsfeld auf Energieeffizienz, Klimaneutralität und Nachhaltigkeit zu überprüfen ist, erläutert er.

„Zudem sind in Beschlussvorlagen analog zu den finanziellen Auswirkungen auch die Umweltverträglichkeit der jeweiligen Maßnahme mit aufzunehmen“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Gevers. Ganz konkret will die CDUFraktion mit einer Photovoltaik- Offensive die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Stromerzeugung in kommunalen Liegenschaften einschließlich denen der WBG vorantreiben.

„Wir wollen weiterhin in sämtlichen kommunalen Handlungsfeldern unter ausdrücklicher Einbeziehung der kommunalen Unternehmen sämtliche Maßnahmen auf Energieeffizienz, Klimaneutralität und Nachhaltigkeit weiter optimieren“, erklärt Ehlers. Die Verwaltung erhalte daher den Auftrag, relevante CO2-Einsparpotenziale sowohl in den öffentlichen Bereichen als auch Verwaltungsintern zu definieren und Vorschläge zu deren Umsetzung zu erarbeiten.

Neben einer effizienten Abfall- und Ressourcenwirtschaft sowie Abwasserbehandlung und Wasserversorgung ist insbesondere auch die klimaschonende Mobilitätsentwicklung ein wesentlicher Baustein.

Im Bereich der Stadtentwicklungsplanung sollen durch eine konsequente Ausrichtung der Bauleitpläne an den Zielen des Klimaschutzes energieeffiziente Siedlungsstrukturen erreicht werden. Im Wohnungsbau sind laut CDU zudem alle Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens auszuschöpfen, wobei im öffentlichen Wohnungsbau der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG hierbei eine Vorreiterrolle zukomme.

„Klimaschutz ist letztendlich eine Querschnittsaufgabe der Verwaltung. Bestehende Synergien zwischen den Handlungsfeldern Städtebau, Verkehr und Energieversorgung sind konsequent zu nutzen. Bei allem Ehrgeiz und gutem Willen wird die Stadt allein den Beitrag zum Klimaziel wohl nicht in vollem Umfang leisten können. Es müssen ebenfalls Kooperationsmöglichkeiten mit lokalen und überregionalen Akteuren ausgelotet werden“, heben Gevers und Ehlers abschließend hervor.