Eine weitere Aufwertung für den Heeresflugplatz Celle

Zur offiziellen Übergabezeremonie des neuen Radarsystems ASR-S wurde auf dem Heeresflugplatz Celle im Ortsteil Wietzenbruch ein feierlicher Appell abgehalten. Fotos: Wasinski
Zur offiziellen Übergabezeremonie des neuen Radarsystems ASR-S wurde auf dem Heeresflugplatz Celle im Ortsteil Wietzenbruch ein feierlicher Appell abgehalten. Fotos: Wasinski

Modernes Flugplatzüberwachungsradar ASR-S offiziell übergeben

CELLE (was). Der Heeresflugplatz Celle darf sich über eine neue Radaranlage vom Typ ASR-S freuen. Im Zuge eines feierlichen Appells fand am vergangenen Montag vor Ort in Wietzenbruch am Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit die offizielle Übergabezeremonie statt.

Das „Aerodrome Surveillance Radar-S“ wurde von der Firma Hensoldt Sensors GmbH gebaut und bei der Veranstaltung zunächst formell an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr überstellt. Danach erfolgte die Weitergabe an das Ausbildungszentrum. In den vergangenen Jahren sind bereits an einigen anderen Standorten ältere Radaranlagen im Rahmen eines Ausbau- und Modernisierungsprozesses durch hochmoderne Systeme ersetzt worden.
Das neue Radar auf dem Turm ist im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich moderner und besitzt viele digitale Funktionen.
Das neue Radar auf dem Turm ist im Vergleich zu seinem Vorgänger deutlich moderner und besitzt viele digitale Funktionen.
Das digitale ASR-S dient dazu, den Luftraum im jeweiligen Zuständigkeitsbereich von militärischen Flugplätzen zu überwachen und den Flugverkehr zu kontrollieren. Das Radar hat eine garantierte Mindestreichweite von 110 Kilometern und besitzt eine minimale Höhenabdeckung von 7.600 Metern, in der es Hubschrauber und Flugzeuge erfassen kann. Bei guten Bedingungen ist eine noch weitere Wahrnehmung möglich. Es hat im Gegensatz zu seinem analogen Vorgänger die Fähigkeit zur Vernetzung und Einbringung der Radardaten in das Datennetz der Bundeswehr. Dieser Austausch der
Radare sei nichts alltägliches. Deshalb habe man der Übergabe einen feierlichen Rahmen gegeben, fasste Oberst Jörn Rohmann, der seit April 2017 als Kommandeur des Ausbildungsund Übungszentrums Luftbeweglichkeit in Celle tätig ist, in seiner Rede zusammen. Er betonte die Weiterentwicklung des Systems: „Voll digitalisiert, netzwerkfähig und im Verbund mit anderen Radaranlagen einsatzbereit, ermöglicht die Anlage eine bessere Darstellung der Ziele und bietet höhere Verlässlichkeit.“

Im Hinblick auf den Standort Celle erklärte Oberst Rohmann weiter: „Eine der wesentlichen Fähigkeiten unseres Ausbildungs- und Übungszentrums Luftbeweglichkeit ist es, bei Wind und Wetter, Tag und Nacht für unterschiedlichste Einsatzszenarien und Übungsinhalte den Flugbetrieb für Ausbildung und Übung luftbeweglicher Operationen zu gewährleisten. Die neue Radaranlage ermöglicht uns, diesen Auftrag noch besser umsetzen zu können.“

Gerade auch in Celle sei mit viel Engagement, Fleiß und Initiative an der Auftragsumsetzung gearbeitet worden, um das „Projekt Radar“ zu einem guten Abschluss zu bringen. So etwas könne nicht immer unter Anwendung regulärer Dienstund Arbeitszeiten möglich gemacht werden, sondern erfordere von den eingesetzten Soldaten weitaus mehr, lobte der Kommandeur. In diesem Zusammenhang rief Rohmann Oberfeldwebel Tobias Schirk zu sich nach vorne, der sich bei der Umrüstung des Radarsystems besonders hervorgetan hatte. Deshalb erteilte Oberst Rohmann dem Oberfeldwebel wegen seiner vorbildlichen Pflichterfüllung eine förmliche Anerkennung.

Nach dem Appell gab es noch einen kleinen Empfang.