Geringste Zahl an Straftaten der vergangenen zehn Jahre

Der Celler Polizeiinspektionsleiter Eckart Pfeiffer (links) und die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Celle, Christine Reinert, stellten die Kriminalstatistik 2017 vor. Foto: Lisa Müller
Der Celler Polizeiinspektionsleiter Eckart Pfeiffer (links) und die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Celle, Christine Reinert, stellten die Kriminalstatistik 2017 vor. Foto: Lisa Müller

Kriminalstatistik 2017 der Polizeiinspektion Celle wurde vorgestellt 

Am vergangenen Dienstag wurde die Kriminalstatistik 2017 der Polizeiinspektion Celle vorgestellt. Celle kann die niedrigsten Fallzahlen der vergangenen zehn Jahre, bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr, verzeichnen.

„Die Menschen in Stadt und Landkreis Celle leben in einer sicheren Region“, stellte der Leiter der Polizeiinspektion Celle, Eckart Pfeiffer, als Kernaussage voran. Die Gesamtzahl der im Landkreis Celle begangen Straftaten sei im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Zahl verringerte sich um fünf Prozent auf 10.949 und liege damit auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Die Aufklärungsquote stieg dabei von 62,13 Prozent (2016) auf 64,83 Prozent (2017) an. Sie liegt damit deutlich über dem Wert der Polizeidirektion Lüneburg (62,76 Prozent) und dem des Landes (62,30 Prozent), erklärte Pfeiffer.

Das Risiko, Opfer einer Straftat im Landkreis Celle zu werden, sei geringer geworden. Ausschlaggebend für den positiven Trend dürfe dabei zum einen die sichtbare Polizeipräsenz im Zusammenhang mit den Prozessen am Oberlandesgericht sein. Zum anderen würde die professionelle Arbeit der Mitarbeiter der Polizei Celle und die gute Zusammenarbeit mit der hiesigen Staatsanwaltschaft dazu beitragen, sind sich Pfeiffer und die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Celle, Christine Reinert, einig.

Eine Entwicklung, die der Polizei Celle durchaus Sorgen bereite, sind die Straftaten, die gegen das Leben begangen wurden. Da sind die Zahlen im Jahr 2017 auf 17 Taten gestiegen. Dennoch konnten nahezu alle Taten aufgeklärt werden (88,24 Prozent), berichtete Reinert. Bei der Straßenkriminalität dürfe der deutliche Rückgang von 2.532 (Jahr 2016) auf 2.098 (Jahr 2017) das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger im Landkreis Celle stärken. Über 400 Straftaten weniger sind auch hierbei ein Zehn-Jahres-Tief.

Für 2017 sind im Bereich der Polizeiinspektion Celle 537 Straftaten durch Asylsuchende registriert. Dabei sei laut Pfeiffer erwähnt, dass es sich nicht in jeden Fall um Zuwanderer handelt, die im Landkreis Celle ihren Wohnsitz haben.

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist um 18,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Im Jahr 2017 gab es 266 Taten, davon 34 Prozent Einbruchsversuche, dass heißt, den Tätern ist es nicht gelungen, in Haus oder Wohnung zu gelangen. Die Aufklärungsquote liegt bei 24,06 Prozent.

Diese erfreuliche Entwicklung sei auf wirkungsvolle Präventivmaßnahmen zurückzuführen, wie Sonderstreifen, mehrfach im Jahr stattfindende Schwerpunktkontrollen und nicht zuletzt durch die hohe Anzahl an individuellen Beratungen sowie regelmäßigen, gut besuchten Informationsveranstaltungen des Beauftragten für Kriminalprävention der Polizei Celle, Christian Riebandt, erklärte Pfeiffer. Weiterhin betonten Pfeiffer und Reinert, dass die Polizei bei ihrer Arbeit besonders auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sei. Verdächtige Beobachtungen sollten daher stets der Polizei gemeldet werden. (lm)