Empfehlung des Konzeptes zur Wohnraumversorgung

Der Bauausschuss empfahl, dem Antrag von Ratsfrau Inga Marks auf der Allerinsel Wohnungsbau besonders im niedrigen und mittleren Preissegment zu realisieren, teilweise zu folgen. Foto: Müller
Der Bauausschuss empfahl, dem Antrag von Ratsfrau Inga Marks auf der Allerinsel Wohnungsbau besonders im niedrigen und mittleren Preissegment zu realisieren, teilweise zu folgen. Foto: Müller

Bauausschuss der Stadt Celle tagte in der Alten Exerzierhalle

CELLE (ram). Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Celle tagte am vergangenen Donnerstag in der Alten Exerzierhalle. Dabei standen unter anderem Themen wie das Wohnraumversorgungskonzept für die Stadt Celle sowie bezahlbarer Wohnraum auf der Tagesordnung.

2017 war das Büro Protze und Theiling mit der Erarbeitung eines Wohnraumversorgungskonzeptes beauftragt worden. Die Aufgabe bestand darin, die Aussagen des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen aufzugreifen und die seitdem eingetretenen Veränderungen zu berücksichtigen. Mit Hilfe der Bevölkerungs- und Haushaltsprognose, ergänzt durch das Demografie- und Sozialprofil, sowie durch Recherchen vor Ort zum Wohnungsmarkt wurde der voraussichtliche Bedarf an kostengünstigem Wohnraum in der Kommune ermittelt.

Das vorliegende Konzept bildet nun laut Stadtbaurat Ulrich Kinder auf der formalen Ebene die Voraussetzung für eine mögliche Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus durch das Land Niedersachsen. Zugleich zeigt das Konzept den quantitativen Bedarf auf und gibt Handlungsempfehlungen zur Umsetzung von Maßnahmen zur Wohnraumversorgung. Im Konzept werden außerdem Flächen benannt, für die eine grundsätzliche Eignung für sozialen beziehungsweise kostengünstigen Wohnungsbau gegeben ist.

Der Ausschuss empfahl einstimmig, das Wohnraumversorgungskonzept zu beschließen. Um ausreichend Flächen für preisgünstigen Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, soll die Verwaltung die im Gutachten ermittelten Zielzahlen aufgreifen und im Stadtgebiet geeignete Flächen ermitteln, auf denen der Bedarf nach gefördertem beziehungsweise preisgünstigem Wohnraum umgesetzt werden kann. Zur Eignung von Flächen treffe das Gutachten bereits Aussagen, die zukünftig konkretisiert würden. Die konkrete Festlegung von flächenbezogenen Zielzahlen soll dann im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung oder im Zuge von Städtebaulichen Verträgen bei der Veräußerung von städtischen Grundstücken erfolgen. Je nach Eignung der Fläche soll die Verwaltung zum Aufstellungsbeschluss beziehungsweise zur frühzeitigen Auslegung, spätestens jedoch zum Beschluss der öffentlichen Auslegung einen konkreten Vorschlag zur Umsetzung unterbreiten. Die praktische Anwendung der Regelung soll nach drei Jahren, spätestens jedoch nach vier Jahren überprüft werden.

Beraten wurde unter anderem auch über den Antrag von Ratsfrau Inga Marks „Im gesamten Bereich der Allerinsel Wohnungsneubau besonders im niedrigen und mittleren Preissegment von mindestens 25 Prozent zu realisieren und die Investoren diesbezüglich zu motivieren“. Die Verwaltung unterstütze das Ziel, auf der Allerinsel Wohnungsneubau auch im niedrigen und mittleren Preissegment vorzusehen und potenzielle Investoren diesbezüglich zu motivieren. Dies gelte für den zweiten Bauabschnitt nördlich der Hafenstraße, da für den ersten Bauabschnitt die Verträge ausverhandelt seien. Der Ausschuss empfahl dem Antrag teilweise zu folgen.