„Drilling Simulator Celle“ benötigt ein weiteres Gebäude

Der „Drilling Simulator Celle“ hatte in der Zeit seit seiner Inbetriebnahme bereits einige hochrangige Besucher, denen Prof. Joachim Oppelt (rechts) die Anlage zeigen konnte. Archivfoto: Müller
Der „Drilling Simulator Celle“ hatte in der Zeit seit seiner Inbetriebnahme bereits einige hochrangige Besucher, denen Prof. Joachim Oppelt (rechts) die Anlage zeigen konnte. Archivfoto: Müller

Vortrag auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung

CELLE (ram). Am vergangenen Mittwoch traf sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Celle im Neuen Rathaus zu einer öffentlichen Sitzung. Dabei berichtete Prof. Joachim Oppelt aus der Forschungsarbeit des „Drilling Simulators Celle“ (DSC).

Start für den DSC war am 1. März 2015, erläuterte Oppelt. Seitdem hat sich einiges getan. Mittlerweile sind dort 14 Personen tätig. Er stellte den Ausschussmitgliedern kurz die Aufgaben und die Organisation des DSC vor. So erfolgt die Unterstützung einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung. Auch geht es um die Reduzierung von Kosten. Zudem soll die Sicherheit des Bohrprozesses verbessert werden. Im DSC gibt es laut Oppelt eine Software- und einen Hardwaresimulator. Er wies auch darauf hin, dass der DSC jetzt das fünfte Forschungszentrum der TU Clausthal ist und den fachübergreifenden Unterricht unterstützt. Mit Blick auf die Finanzierung erklärte er, dass die Investitionen aus EFREMitteln rund zehn Millionen Euro betrugen. Die laufenden Kosten würden bei 500.000 Euro liegen. Für das „Projekt Aufbauphase“ gebe es bis zum 30. Juni 2020 jährlich 300.000 Euro Landesmittel. Die Stadt Celle zahle einen jährlichen Zuschuss von 22.000 Euro. Die TU Clausthal zahle unbefristet jährlich 150.000 Euro.

Oppelt wies in seinem Bericht darauf hin, dass bereits Platzmangel herrsche. Es sind Vorlesungen geplant. Aber dafür fehlt ein großer Raum. „Es müssen andere Voraussetzungen geschaffen werden“, meinte er. Die ideale Lösung wäre, den Zaun zu verschieben und ein weiteres Gebäude mit einem Hörsaal für bis zu 30 Personen sowie eine Sozialraum zu bauen. Bei einem weiteren Ausbau hätte der DSC ein globales Alleinstellungsmerkmal.

Der Ausschuss beriet im Anschluss noch über die Finanzierung der „Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft“. Die Verwaltung hatte als Beschluss vorgeschlagen, die Koordinierungsstelle ab 2019 nicht mehr anteilig zu finanzieren, da es sich um eine freiwillige Aufgabe handelt und der Landkreis für die Stadt Celle wie auch für die anderen Kommunen das Projekt finanzieren sollte. Dies wurde vom Ausschuss mehrheitlich abgelehnt. Empfohlen wurde dagegen der Vorschlag von Christian Ceyp (CDU), dass die Verwaltung sich mit dem Landkreis hinsichtlich der Frage, inwieweit die Kostelle eine originäre Aufgabe des Landkreises sei, in Verbindung setzen soll.

Ein weiteres Thema war der FDP-Antrag „Sicherung der Zukunft des Heesemarktes - Neuaufteilung der Marktstände“. Die Verwaltung hatte die Anordnung der Marktstände auf dem Heesemarkt unter Berücksichtigung der Interessen der Marktbeschicker hinsichtlich Auf- und Abbaumöglichkeiten und Aufenthaltsdauer sowie unter Beachtung der Infrastruktur und des Lebensmittelrechts Ende Januar 2018 neu geregelt, um dem Markt ein besseres Erscheinungsbild zu geben. Im Verlauf der Aussprache wurde auch Ortsbürgermeisterin Antoinette Kämpfert gehört, die als eine Überlegung einen Umzug des Marktes auf den Lauensteinplatz nannte. Ihrer Meinung nach wäre der Zulauf dann größer.
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