Celle

Wanderpaddler unterwegs auf der letzten Fahrt der Saison

Die Wanderpaddler vor dem Start. Foto: Timmermann
Die Wanderpaddler vor dem Start. Foto: Timmermann

Abpaddeln der Kanu-Gesellschaft Celle

CELLE. Elf Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle starteten am vergangenen Samstag am „Haus der Jugend“ in Celle zum Abpaddeln, der letzten offiziellen Wanderfahrt der Saison.

Sie legten vier Zweier- und drei Einerkajaks bei niedrigem Wasserstand in die schwach strömende Aller, ließen die herbstlich gefärbten Laubbäume links und rechts des Flusses an sich vorüber gleiten und verließen das Stadtgebiet mit der Sportstätte, Eisenbahnund Straßenbrücke.

Bald verbreiterte sich der Fluss, schlängelte sich durch die Niederung, der frische Seiten- und Gegenwind verstärkte die Wellenbildung, die angelegten Spritzdecken verhinderten das Eindringen von Spritzwasser in den Bootskörper und die Paddler erhöhten die Kraftanstrengung.

Zwei neue Paddlerinnen, die sich in diesem Sommer an den wöchentlichen Übungstagen Geschick und Ausdauer in der Nähe des Bootshauses aneigneten, saßen diesmal in Zweierkajaks vorne im Boot mit jeweils einer erfahrenen Paddlerin hinten und nahmen zum ersten Mal an einer anpruchsvolleren Ausfahrt teil. Eine Neupaddlerin rief begeistert: „Ich wusste gar nicht, wie schön die Landschaft vom Wasser aus gesehen bei uns ist.“

Die Naturfreunde genossen den strahlend blauen Himmel, die weißen Wolkenbänke, das leuchtende Grün der Weidenflächen, die friedlich grasenden Pferde und zahlreiche Galloway-Rinder mit den großen Hörnern und spürten die beginnende Herbstzeit. In Oldau, am Elektrizitätswerk, mussten die Wanderpaddler aussteigen und ihre Boote zum Unterwasser tragen oder mit dem Bootswagen transportieren, weil sie die Fahrt noch fortsetzen wollten. Während einer kleinen Pause, in der die Wassersportler sich die Beine vertraten, im Gras saßen, eine Banane oder Brotschnitte verzehrten, unterhielten sie sich, scherzten und machten Fotos.

Anschließend wurden die Kajaks von einem Schwimmanleger in das Unterwasser gelegt und die Fahrt bis zum Ziel, dem Anleger in Winsen (Aller), fortgesetzt, wo schließlich nach 18 Kilometern in viereinhalb Stunden die Fahrt endete. In Winsen standen einige Fahrzeuge für die Rückfahrt nach Celle bereit. Die Boote wurden verladen und die Paddler traten die Rückfahrt an. Im Vereinshaus in der Fritzenwiese erwarteten mehrere passive Wassersportler die Ankommenden und eine festlich gedeckte Tafel mit einer appetitlich angerichteten Schlachteplatte, liebevoll und geschickt von Hildegard Schneider und Dagmar Lammers vorbereitet.

Der Wanderwart Uli Lüdeke hielt eine kleine Rede, freute sich über den gelungenen Tag, lobte die Wandergruppe für die erbrachte Leistung, ließ das Paddeljahr noch einmal Revue passieren. Noch lange saßen an diesem Abend die Kanufahrer in geselliger Runde bei lebhafter Unterhaltung in ihrem gemütlichen Vereinsraum zusammen.