Celle

Unterstützung durch Stadt und Landkreis ist richtiger Weg

Die SPD in Stadt und Landkreis erklärt, dass sie fest zu den AKH-Mitarbeitern steht. Foto: Müller
Die SPD in Stadt und Landkreis erklärt, dass sie fest zu den AKH-Mitarbeitern steht. Foto: Müller

SPD in Stadt und Landkreis Celle steht zum AKH Celle

CELLE. Die SPD in Stadt und Landkreis Celle steht in der derzeitigen Situation fest zum Allgemeinen Krankenhaus Celle (AKH) und allen Beschäftigten am Standort.

„Wir wollen, dass die offenkundigen Fehler in der Geschäftsführung des Krankenhauses zügig aufgearbeitet werden. Dafür werden wir im Aufsichtsrat, im Stadtrat und im Kreistag gemeinsam einstehen. Für uns ist das AKH unveräußerlich: Wir stehen dafür ein, dass unser Krankenhaus in öffentlicher Trägerschaft erhalten bleibt. Eine Privatisierung schließen wir aus, den Sanierungskurs wollen wir im Interesse der Patienten und der Beschäftigten stützen“, sagt Maximilian Schmidt, Vorsitzender der SPD im Landkreis Celle. Diese Zusage hat die SPD im Celler Kreistag mit der Zustimmung zu einem Liquiditätsdarlehen für das AKH am Standort Celle in Höhe von zwölf Millionen Euro bereits am 21. Dezember eingelöst: „Es ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, dass wir als Landkreis Celle hier zügig unterstützt haben. Gut ist, dass auch die anderen Fraktionen diesen Kurs mitgetragen haben.“

Derzeit steht eine Unterstützung durch die Stadt Celle allerdings noch aus. „Die SPDFraktion im Celler Stadtrat hat die dringende Erwartung, dass sich die Stadt Celle und insbesondere der Oberbürgermeister zum Allgemeinen Krankenhaus bekennt. Dafür müssen wir auch als Stadt einen Beitrag leisten - über den Umfang und die Konditionen unserer Beteiligung müssen wir sofort Anfang des neuen Jahres, nachdem uns alle relevanten Fakten auf den Tisch gelegt werden, beraten“, sagt Patrick Brammer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Celler Stadtrat. In der jetzigen Situation muss klar sein, dass Stadt und Landkreis gemeinsam für das AKH einstehen. Dazu gehört natürlich auch, sich substantiell zu beteiligen - entsprechend der Vertretungsverhältnisse in der Stiftung wären das ungefähr ein Drittel für die Stadt und zwei Drittel für den Landkreis“, so Brammer. Der SPD-Fraktionschef warnt hingegen vor weiteren Privatisierungsüberlegungen. „Diese vom Oberbürgermeister ins Spiel gebrachte Option schließen wir definitiv aus. Wir wollen das AKH in öffentlicher Trägerschaft erhalten. Eine Unterstützung der Stadt in der jetzigen Situation ist nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern sie schafft auch Vertrauen in den Sanierungskurs, der unweigerlich folgen wird. Und entscheidend ist auch: Nur wenn die Stadt sich beteiligt, kann sie auch künftig mitreden. Und genau das wollen wir - im Interesse der Celler Bürgerinnen und Bürger“, so Brammer.

Im Falle einer Nichtbeteiligung der Stadt stehe im Raum, dass dann die Vertreter der Stadt aus den Gremien des AKH ausscheiden müssen. „Dass die Stadt Celle beim AKH nicht mehr mitwirken kann, wäre fatal. Es kommt gerade jetzt für die Stadt Celle darauf an, Verantwortung zu übernehmen. Entscheidend sei dabei auch, dass es sich bei der finanziellen Unterstützung für das AKH um Darlehen handelt, die mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen. Wir jedenfalls wollen die Unterstützung für das AKH auf den Weg bringen“, so Brammer abschließend.
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