Celle

Über 700 Menschen starteten bei städtischer Hindernislauf-Premiere

Statt über Stock und Stein ging es bei der Urban Challenge in Celle unter anderem über alte Autos. Fotos: Wasinski
Statt über Stock und Stein ging es bei der Urban Challenge in Celle unter anderem über alte Autos. Fotos: Wasinski

Innenstadt, Schlosspark und Französischer Garten bildeten tolle Kulisse

CELLE (was). Am vergangenen Sonntag feierte die BKK Mobil Oil Urban Challenge in Celle ihre Premiere. Bei bestem Wetter läuteten Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge und Laufexperte Joey Kelly um 11.30 Uhr die Startglocke.

Danach gingen im Abstand von drei Minuten die Läuferinnen und Läufer, insgesamt waren es 718 Teilnehmer, in vier Startwellen auf die vier beziehungsweise acht Kilometer lange Strecke, die durch Innenstadt, Schlosspark und Französischen Garten führte. Tausende Zuschauer säumten die Start-Zielgerade und die verschiedenen Streckenabschnitte und feuerten Bekannte und Freunde lautstark an.
Gemeinsam stark: Beim Erklimmen der „Quarterpipe“ waren helfende Hände oftmals zwingend notwendig.
Gemeinsam stark: Beim Erklimmen der „Quarterpipe“ waren helfende Hände oftmals zwingend notwendig.
Es gab Hindernisse, bei denen sich die Beine zwar mal ausruhen konnten, aber dennoch viel Kraft kosteten.
Es gab Hindernisse, bei denen sich die Beine zwar mal ausruhen konnten, aber dennoch viel Kraft kosteten.

Die Hindernisse waren vielseitig. Bei der „Sand Bag Attack“ mussten die Teilnehmer mit einem Sandsack eine Runde vor dem Schloss bewältigen. Beim „Tyrenator“ galt es, über unsortiert aufgehäufte Reifen zu laufen. Am Denkmal für Königin Caroline Mathilde, hatten die geschundenen Beine mal Pause, denn hier musste mit den Händen ein Streckenabschnitt entlanggehangelt werden. Einige zeigten hier einen deutlichen Kräfteverlust und plumpsten vorzeitig zu Boden. Auf dem Großen Plan wartete die „Quarterpipe“. An einer gut vier Meter hohen Wand musste hochgelaufen werden. Zusätzlich konnten Seile zur Hilfe genommen werden und auch helfende Hände standen bereit. Zwischen Start- Ziel-Bereich und den Teilnehmern stand jetzt nur noch „Traffic Jam“. Dabei ging es darum, ein Labyrinth aus aufgestellten Altautos zu überwinden. Auf der Stechbahn angekommen, hatten es die Läufer über vier Kilometer dann geschafft, während alle Teilnehmer der Acht-Kilometer-Strecke abbogen, um eine weitere Runde zu absolvieren.
Kurz vor dem Beginn des Laufes stellten sich Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge (rechts) und Joey Kelly (Mitte) noch einigen Fragen, ehe beide die offizielle Startglocke läuteten.
Kurz vor dem Beginn des Laufes stellten sich Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge (rechts) und Joey Kelly (Mitte) noch einigen Fragen, ehe beide die offizielle Startglocke läuteten.
„Es war schon anstrengend, aber hat trotzdem viel Spaß gemacht“, so das Fazit von Anke Steitzer aus Bockelskamp und Laverne Laponder aus Eicklingen, die beide auch schon bei dem Hindernislauf „Tough Mudder“ mitgemacht haben. „Eine tolle Veranstaltung bei tollem Wetter - was will man mehr“, meinte Joey Kelly kurz nach dem Zieleinlauf. Die Residenzstadt war ihm sogar nicht unbekannt. „Wir sind hier früher mit der Kelly Family auf der Straße aufgetreten“, erinnerte er sich.

Im Anschluss fanden noch die Ehrungen für die schnellsten Athleten und Gruppen im Feld statt. Nigge war nach dem Lauf voll des Lobes für die Läuferinnen und Läufer sowie die Zuschauer an der Strecke. Zudem deutete er an, beim nächsten Mal selber auch an den Start gehen zu wollen.

Als das Laufevent bereits in den finalen Zügen steckte, öffneten Händler, Gastronomen und Gewerbetreibenden ihre Geschäfte im Zuge des verkaufsoffenen Sonntags. Von 13 bis 18 Uhr konnten die Besucher das bunte Angebot der Residenzstadt nutzen.


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