Celle

Über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr übten den Ernstfall in Celle

Einsatzkräfte an der simulierten Unfallstelle. Foto: Florian Persuhn
Einsatzkräfte an der simulierten Unfallstelle. Foto: Florian Persuhn

Einsatzübung mit dem Schwerpunkt Rettung bei Verkehrsunfällen

CELLE. „Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen“, so lautete am Donnerstag die Einsatzmeldung für den Dritten Zug der Freiwilligen Feuerwehr Celle-Hauptwache, die Freiwillige Feuerwehr Altencelle und den Rettungsdienst.

Mit der Alarmierung startete die gemeinsame Übung der Feuerwehr Celle und des Rettungsdienstes in der Burgstraße. Als Übungslage wurde ein Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen angenommen. Ein Linienbus musste aufgrund des Unfalles eine Gefahrenbremsung vornehmen. In Folge des Unfalls waren mehrere Personen in den Unfallfahrzeugen eingeklemmt und verletzt. Auch im Linienbus war es aufgrund der Gefahrenbremsung zu mehreren verletzten Fahrgästen gekommen.

Insgesamt waren 23 Personen verletzt, sodass durch den Rettungsdienst MANV ausgelöst wurde. MANV steht für „Massenanfall an Verletzten“ und ist laut Definition ein Notfall mit einer größeren Anzahl von Verletzten oder Erkrankten sowie anderen Geschädigten oder Betroffenen, der mit der vorhandenen und einsetzbaren Vorhaltung des Rettungsdienstes aus dem Rettungsdienstbereich nicht bewältigt werden kann.

Im Vorfeld der Übung wurden die Verletztendarsteller durch das RUND-Team der DLRG auf die Übung vorbereitet. RUND steht für realistische Unfall- und Notfalldarstellung. So wurden die Verletztendarsteller entsprechend ihres vorgegebenen Verletzungsmusters geschminkt, um eine realistische Darstellung zu ermöglichen. Insgesamt waren am Übungsszenario zwei Pkw und ein Linienbus beteiligt. Schwerpunkt der Übung für die Feuerwehr war die Rettung der Personen aus den beteiligten Fahrzeugen und die Erstversorgung der Verletzten. Hierbei wurden hydraulische Rettungsgeräte aber auch Handwerkzeuge eingesetzt. Des Weiteren wurden durch die Feuerwehr auslaufende Betriebsstoffe aufgefangen und der Brandschutz sichergestellt.

Bei der Menschenrettung arbeitete die Feuerwehr eng mit den Einsatzkräften des Rettungsdienstes zusammen. Durch den Rettungsdienst erfolgte die Erstversorgung, Stabilisierung und die Einrichtung einer Verletztensammelstelle.

Eine weitere Aufgabe des Rettungsdienstes war die Absuche eines Maisfeldes nach einer vermissten Person. Hierzu kam die Copter-Gruppe des DRK zum Einsatz, die das Maisfeld mit einer „Drohne“ absuchten. Ein weiterer Schwerpunkt der Übung war die organisationsübergreifende Zusammenarbeit des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen. Hierbei zeigte sich der hohe Standard aller beteiligten Organisationen. Die Zusammenarbeit und Arbeitsabläufe funktionierten sehr gut. Alle Beteiligten zeigten sich am Ende der Übung sehr zufrieden.
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