Celle

Über 150 Einsatzkräfte mussten mehrere Übungslagen abarbeiten

Aus zwei verunfallten Autos mussten die Feuerwehrleute der Kreisfeuerwehrbereitschaft Celle mehrere Person retten. Vorher mussten die beiden auf den Dächern liegenden Pkw gegen ein eventuelles Wegrutschen gesichert werden. Foto: Olaf Rebmann
Aus zwei verunfallten Autos mussten die Feuerwehrleute der Kreisfeuerwehrbereitschaft Celle mehrere Person retten. Vorher mussten die beiden auf den Dächern liegenden Pkw gegen ein eventuelles Wegrutschen gesichert werden. Foto: Olaf Rebmann

Jahreseinsatzübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Celle

CELLE. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) des Landkreises Celle machte am vergangenen Wochenende in Braunschweig ihre Jahresübung.

Mit dabei waren alle fünf Züge sowie die Einsatzleitwagen (ELW) aus Hermannsburg und Langlingen. Insgesamt 157 Einsatzkräften waren vor Ort. Um 7.30 Uhr sammelten sich die Feuerwehrleute mit ihren Fahrzeugen am Sammelplatz in Wienhausen und brachen Richtung Braunschweig auf. Der Fünfte Zug (Logistik) der KFB Celle ist bereits am Vorabend aus dem Landkreis Celle abgerückt, um die Einsatzverpflegung vor Ort vorzubereiten. Auf dem Autohof BS-Schwülper an der A 2, wurde die KFB Celle in den Bereitstellungsraum geführt, ehe es von dort in das nicht weit entfernte Übungsgebiet auf das Gelände des örtlichen Klärwerkes und eines Abfallentsorgungsbetriebes in Watenbüttel ging.

Die Bereitschaftsführung wurde in die Übungslage durch die Führungskräfte der Feuerwehr Braunschweig eingewiesen. Der Celler Bereitschaftsführer Thomas Strothmann ließ sofort die beiden mitgeführten Einsatzleitwagen aufbauen und rief seine Zugführer zu einer Lageeinweisung zusammen. Vor Ort wurde ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw angenommen. Beide Autos lagen auf ihren Dächern und drohten einen Abhang herunter zu stürzen. Mehrere Personen waren noch in ihnen eingeklemmt.

Hier wurde umgehend der Zweite Zug (Technische Hilfeleistung) tätig. Die Einsatzkräfte sicherten die beiden Pkw gegen ein eventuelles Wegrutschen und befreiten die eingeklemmten Personen mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten.

Weiter wurde durch den Dritten Zug (Wasserförderung) der KFB Celle aus dem angrenzenden Mittellandkanal, mit Hilfe tragbarer Feuerlöschpumpen, Wasser durch zwei B-Leitungen zu der zirka 800 Meter entfernten Einsatzstelle gefördert. Hier war bereits der Vierte Zug (Wassertransport) im Einsatz und musste eine ausgasende Fläche auf dem Abfallbeseitigungsgelände mit reichlich Wasser benetzen, sodass die aufsteigenden Gase niedergeschlagen werden konnten.

Der Erste Zug (Wassertransport) wurde parallel zu einer verrauchten Produktionshalle gerufen. Hier kam es aus einer ungeklärten Ursache zu einer Verpuffung mit einer anschließenden massiven Verrauchung in dem zirka 20 mal 30 Meter großen Gebäude. Hier wurden noch mehrere Personen vermisst. Mit insgesamt vier Atemschutztrupps wurde die Halle nach den Personen durchsucht. Diese konnte schnell ausfindig und nach draußen gebracht werden. Zusätzlich wurde ein Unfall von Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehr simuliert, sodass diese ebenfalls gerettet werden mussten.

Durch die mitgeführten Tanklöschfahrzeuge wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt und zusätzlich aus einem Feuerlöschbrunnen benötigtes Wasser herangefördert. Bei der Erkundung des Feuerlöschbrunnens, wurden die Einsatzkräfte auf eine leblose Person in einer Grube aufmerksam. Diese musste sofort gerettet werden. Hierzu wurden Kräfte von den anderen Übungslagen abgerufen, sodass die Person aus der Grube befreit werden konnte. Als die eingesetzten Feuerwehrleute gerade alle gestellten Aufgaben abgearbeitet hatten, wurden sie auf noch zwei fehlenden Personen aufmerksam gemacht, die sich in Sichtweite auf einem Podest zwischen zwei Lagersilos befinden sollten. Hierfür wurden mehrere Feuerwehrleute der verschiedenen Züge eingesetzt und die beiden Personen mit Tragen aus ihrer misslichen Lage befreit.

Gegen 12.30 Uhr waren alle umfangreichen Übungslagen erfolgreich abgearbeitet und alle beteiligten Einsatzkräfte fuhren zur Gesamteinsatzleitung. Kreisfeuerwehrwehrbereitschaftsführer Strothmann und Kreisbrandmeister Volker Prüsse bedankten sich bei allen Übungsteilnehmern für ihr Engagement. Weiter bedankten sich beide bei der Feuerwehr Braunschweig für die Ausarbeitung und Umsetzung dieser Übung. Die Braunschweiger Bereitschaftsführung hat mit ihrem Team diese Übung vorbereitet und die Lagen eingespielt. Anschließend wurden alle an der Übung beteiligten Feuerwehrleute und Beobachter durch den Fünften Zug der KFB Celle verpflegt, sodass alle gestärkt die Heimreise durch den Landkreis Celle antreten konnten.