Celle

Über 1.600 Interessierte informierten sich über Celler Architekten

Rudolf Becker (links) und Ulrich Kinder (rechts) freuen sich über die vielen Besucher. Foto: Müller
Rudolf Becker (links) und Ulrich Kinder (rechts) freuen sich über die vielen Besucher. Foto: Müller

Besucherrekord im Otto-Haesler-Museum

CELLE. Das umgestaltete und modernisierte Otto-Haesler-Museum im ehemaligen Wasch-, Bade- und Heizungshaus der Siedlung Blumläger Feld am Galgenberg 13 in Celle hat einen neuen Besucherrekord erreicht.

Nach Wiedereröffnung am 11. Mai haben das Museum in den folgenden zehn Wochen über 1.600 Personen, bei einer durchschnittlichen Verweildauer von rund anderthalb Stunden besucht. Unter der sachkundigen Führung von Geschäftsführer und Leiter des Museums Rudolf Becker, Carsten Szidzik und weiteren Ehrenamtlichen werden Leben und Werk des für Celle wichtigen Architekten Otto Haesler vorgestellt.

„Wir sind begeistert über den hohen Zuspruch durch Besucher von nah und fern und die vielen lobenden Worte. Auch die Spendenbereitschaft ist sehr gut“, freut sich Becker. Nicht nur Otto Haeslers Bauten vor dem Ersten Weltkrieg und die weltweit hochgelobten Gebäude und Siedlungen des Neuen Bauens von 1923 bis 1931 in Celle werden dargestellt, sondern auch sein Wirken in anderen Städten wie Kassel, Karlsruhe, Rathenow, Braunschweig und Misburg.

Auch die beiden direkt an das Museum angrenzenden Originalwohnungen von 1930 zeigen sich in frischem Gewand. „Hier bekommt man einen sehr guten Eindruck von den optimierten Grundrissen und der Wohnqualität, die Otto Haesler auf engstem Raum geschaffen hat. Sein Ziel, die reichsweit günstigsten Mieten zu erzielen und damit einen wichtigen Beitrag zu Linderung der damaligen Wohnungsnot zu liefern, hat Otto Haesler mit der Siedlung Blumläger Feld erreicht“, sagt Kinder, Vorsitzender der Otto-Haesler-Stiftung.

„Die Stiftung wird sich sehr stark dafür einsetzen, dass das Blumläger Feld Nord erhalten und modernisiert wird“, so Kinder weiter. „Im Bauhaus-Jubiläumsjahr wird die Bedeutung Otto Haeslers als einer der führenden Architekten des ‚Neuen Bauens‘ in der Weimarer Republik sowohl in Celle als auch darüber hinaus verstärkt wahrgenommen und erfährt eine neue Wertschätzung. Mit den vom Bund zur Verfügung gestellten Finanzmitteln sollte eine auch wirtschaftlich vertretbare Sanierung möglich sein“, ist sich Kinder sicher.

Die Otto-Haesler-Stiftung freut sich über weitere ehrenamtlich Mitwirkende in Museum und Stiftung, hebt Kindfer hervor. Das Otto-Haesler-Museum ist Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Bei Gruppen die eine „Führung“ wünschen, wird um eine vorherige Anmeldung gebeten, und zwar unter Telefon 05141/217487 oder per Mail an info@haeslerstiftung.de.

Stadtführungen zu den Bauten Otto Haeslers in Celle bietet die Celler Tourismus und Marketing-Gesellschaft CTM zu Fuß, per Rad und Segway sowie mit der „Bauhaus-Bahn“ an. Nähere Informationen finden Interessierte unter www.neuesbauen-celle.de.