Celle

OB Nigge traf sich mit Althusmann zum Thema „Ostumgehung“

Die Unzufriedenheit der Celler Bevölkerung, dass es mit der Ostumgehung nicht weitergeht, wächst stetig. Foto: Müller
Die Unzufriedenheit der Celler Bevölkerung, dass es mit der Ostumgehung nicht weitergeht, wächst stetig. Foto: Müller

Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt

CELLE. Das Thema „Ostumgehung“ nimmt mit der im Juli gestarteten Initiative von Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge mehr und mehr an Fahrt auf.

Nachdem der BUND e.V. mit einer Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss den Ausbau gestoppt hat, hat Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann den Antrag auf Ausnahmegenehmigung beim Bund gestellt. Ziel ist es, dass für den Ausbau des Mittelteils die Finanzierung und der Start der Ausschreibung freigegeben wird. „Dann steht das Geld bereit und der Sofortvollzug tritt automatisch in Kraft“, so der Minister am vergangenen Dienstagabend im Neuen Rathaus der Stadt Celle. „Es ist mein erklärtes Ziel, dass wir noch in diesem Jahr den Startschuss für den Bau der Umgehungsstraße Celle geben können.“

Obwohl die Federführung originär nicht in Händen der Stadt Celle liegt, hat der OB dazu alle Kräfte gebündelt und die maßgeblichen Akteure in die Residenzstadt eingeladen. Gemeinsam soll eine Lösung für das Verkehrsproblem gefunden werden, das Celle seit vielen Jahrzehnten belastet und für die Bevölkerung mittlerweile das Maß des Erträglichen übersteigt.

Prominentester Teilnehmer: Niedersachsens Verkehrsminister Althusmann. Ihm zur Seite standen Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Präsident Günther Henkenberens, die Leiterin des regionalen Geschäftsbereichs Verden, Gisela Schütt, und Rolf Rockitt, Leiter Stabsstelle Planfeststellung, dazu die zuständigen Fachreferenten des Ministeriums. Neben den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Adasch und Jörn Schepelmann sowie Jörg Bode von der FDP, nahmen Kirsten Lühmann als SPD-Bundestagsabgeordnete und ihr Amtskollege Henning Otte von der CDU teil.

Dazu hat der OB eigens seinen Sommerurlaub unterbrochen. „Dieses Thema duldet keine Verzögerungen mehr und ich bin froh, dass wir einen Minister haben, der sich intensiv für unsere Belange einsetzt und meinem Wunsch nach parteiübergreifenden Lösungen nachgekommen ist“, so Nigge. „Es ist nicht mehr die Zeit für Parteipolitik, jetzt müssen endlich Lösungen her. Daher auch meine Initiative, alle maßgeblichen Akteure an den Runden Tisch zu holen und in intensiven Gesprächen sämtliche Handlungsoptionen und Risiken zu diskutieren“, erklärte er weiter.

In Hannover und Berlin hat man verstanden, dass das Thema „Ostumgehung“ höchste Dringlichkeitsstufe hat. „Wir sind mittlerweile beinahe täglich mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Kontakt“, betont der Minister. Zugleich erging der Appell von Minister und OB an die Celler Abgeordneten in Bundes- und Landtag, ihren Einfluss in Bonn und Berlin geltend zu machen.

„Die Unzufriedenheit auf Seiten der Celler Bevölkerung, die sich zunehmend sichtbar - in Form von Plakaten und öffentlichen Unmutsäußerungen - regt, kann ich gut nachvollziehen“, so Minister Althusmann. Nun hoffen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Runde, dass für die lärmgeplagten Cellerinnen und Celler schon bald positive Signale gesetzt werden, die den Weiterbau der Ostumgehung betreffen.