Celle

Oberbürgermeister Nigge dankte Bürgerinitiative für Engagement

Gemeinsam stark: Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge (Mitte) dankte Wolfgang Lohmann (links) und Dr. Jens Dommes (rechts) stellvertretend für alle engagierten Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement in Sachen Ostumgehung. Foto: Stadt Celle
Gemeinsam stark: Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge (Mitte) dankte Wolfgang Lohmann (links) und Dr. Jens Dommes (rechts) stellvertretend für alle engagierten Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement in Sachen Ostumgehung. Foto: Stadt Celle

Eine Stadt steht auf - für die Ostumgehung

CELLE. „Eine Stadt steht auf - und das für eine gute Sache“, freut sich Celles OB Dr. Jörg Nigge. „Ohne das Engagement der Bürgerinitiative wären wir in Sachen Ostumgehung ganz sicher nicht dort, wo wir gerade stehen.“

„Dass im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger nur gemeinsam und parteiübergreifend gehandelt werden kann und muss, versteht sich von selbst. Einzelaktivitäten irritieren und führen nicht zum Erfolg. Umso wichtiger ist es mir, noch einmal den Verantwortlichen der Bürgerinitiative „Weiterbau Ostumgehung Celle - jetzt“ stellvertretend für alle engagierten Bürgerinnen und Bürger Danke zu sagen“, so Oberbürgermeister Nigge.

Nachdem im Rahmen der von der BI organisierten Demo Verkehrsminister Bernd Althusmann die gute Nachricht aus Berlin verkündete, dass nunmehr 92 Millionen für den Weiterbau seitens des Bundes freigegeben wurde, ist es für den OB an der Zeit, Danke zu sagen. Und dazu lud er am vergangenen Donnerstag die Vertreter der BI zu sich ins Neue Rathaus ein. „Nur gemeinsam sind wir stark“, richtete er sich an die Aktiven. „Sie haben in kürzester Zeit unzählige Menschen mobilisiert, um Celle und vor allem die Menschen, die hier leben von Durchgangsverkehr und Lärm zu entlasten. Dafür gebührt Ihnen Respekt.“

Dr. Jens Dommes, Vorsitzender der BI: „Die überraschende Entscheidung in Berlin und Hannover freut uns sehr. Sie ist auf unseren massiven und lauten Protest seit Juni 2019 zurückzuführen. Das hat doch einige Verantwortliche aufgeweckt. Vorher war keine Bewegung in der Sache. Unser Oberbürgermeister Dr. Nigge hat schnell erkannt, dass hier Handeln gefragt ist. Er ist für uns als Stadtoberhaupt ein wesentlicher Unterstützer. Wir werden sehr aufmerksam beobachten, ob den Worten jetzt auch Taten folgen. Wir werden weitere Aktionen durchführen, wir werden weiter deutlich auf uns aufmerksam machen und immer wieder betonen: Die Ostumgehung muss lieber gestern als heute fertiggestellt werden. Wir lassen nicht locker, bis der letzte Bauabschnitt in Angriff genommen ist. Allen Teilnehmern an der Demo und den Organisatoren sowie zahlreichen Helfern gilt mein besonderer Dank. Die Demo war ein starkes Signal für Celle, Hannover und Berlin.“

Nigge weiß, dass es auch der starken Signale der BI zu verdanken ist, dass seine gestartete Initiative solche Wirkung gezeigt hat. Er hatte im Vorfeld alle Kräfte gebündelt, sich parteiübergreifend mit einem Teil der Celler Abgeordneten aus Bundes- und Landtag im Schulterschluss für einen Weiterbau eingesetzt. Das gipfelte schließlich im Treffen mit Minister Althusmann und den maßgeblichen Akteuren der zuständigen Landesbehörden im Neuen Rathaus. Dort verkündete der Minister, dass der Antrag auf Ausnahmegenehmigung beim Bund gestellt sei, mit dem Ziel, das nötige Geld bereitzustellen und damit den Sofortvollzug des Weiterbaus in Kraft zu setzen. Dieses Ziel ist jetzt als Teilerfolg erreicht.

„Dass wir nunmehr darauf hoffen können, dass es in Sachen Ostumgehung für uns alle weitergeht, ist weder der Erfolg eines Einzelnen, noch der Erfolg einer Partei oder Organisation allein, sondern vielmehr das Ergebnis, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, betont der OB. „Vergessen darf man aber auch nicht, dass dies nur ein kleiner Schritt war. Noch ist es dem BUND möglich Rechtsmittel einzulegen, sodass es noch längst nicht an der Zeit ist zu feiern. Dennoch war das ein wichtiges Zeichen, nicht mehr tatenlos zuzuschauen, sondern für Celle zu handeln.“ Gleichzeitig setzt er darauf, dass die Aktionen fortgesetzt werden. „Wir dürfen nicht müde werden, für unsere Stadt einzustehen“, appelliert er an die Mitglieder der BI und damit auch an alle Celler. „Auch künftig heißt es, gemeinsam und überparteilich für Celle zu kämpfen. Denn schließlich liegen noch ein vierter und fünfter Bauabschnitt vor uns, bis endlich der Verkehr über die Ostumgehung fließen kann.“