Celle

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Leserstimmen zum Artikel vom 17. Dezember 2017 „Sicherheitsgefühl“:

Sehr geehrte Damen und Herren!
Als Leser wurden wir aufgerufen, den Artikel vom 17. Dezember zu kommentieren. Ich danke Ihnen sehr für diesen Artikel, denn er stellt zwei Dinge zusammen, die sich erst einmal widersprechen: Die Sicherheitslage ist nicht verändert, eher verbessert, gleichzeitig ist „die Politik gefordert, wieder für mehr Sicherheit zu sorgen“.

Wenn jemand nicht krank ist, aber sich krank fühlt, dann kann der Arzt ihm ein Placebo verabreichen. Ein solches Placebo sollte glaubwürdig sein und mit möglichst wenigen Nebenwirkungen auskommen. Die Vorschläge von Herrn Adasch haben, wenn man dem ersten Teil des Artikels Glauben schenkt, keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheitslage, aber sie sollen den Bürgern das Gefühl geben, „wieder“ sicher zu leben. Ein typischer Fall von Placebo-Handeln.

Allerdings hat das vorgeschlagene Medikament vielerlei Nebenwirkungen: neue Unsicherheitsgefühle werden geschaffen. Die Aussicht auf neue überwachungsmethoden und Onlinedurchsuchungen erzeugt bei mir Unsicherheit.

Andere Menschen werden sich fragen, wo sie sich vorsichtig verhalten müssen, um nicht gegen irgendwelche Meldeauflagen zu verstoßen oder als „Gefährder“ eingestuft zu werden. Das Wissen, das irgendwer eine elektronische Fußfessel tragen muss, wird mir beim nächtlichen Gang durch den Park hingegen wenig helfen
.
Ich denke, eine gute politische Maßnahme wären mehr und hellere Straßenbeleuchtung, freundliche und vertrauenswürdige Menschen, die abends durch die Stadt spazieren (vielleicht Beamte in Zivil oder Politiker, falls sich niemand anders traut), und mehr Möglichkeiten, diese unbekannte Masse der Flüchtlinge kennenzulernen, damit man sein Sicherheitsgefühl wieder justieren kann.

Mit freundlichen Grüßen zum Advent

Armin Pöhlmann

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich melde mich aus der hands-on Praxis. Ich bin seit Ende 2014 ehrenamtlicher Migrantenhelfer in der Samtgemeinde Lachendorf, mit Dankes-Urkunde von „Niedersachsen packt an“. Meine Herkunftsländer: Albanien, Georgien, Kosovo (Roma), Montenegro, Pakistan, Serbien, Syrien, Ukraine. Mir sind erhebliche Bedenken hinsichtlich der „Flüchtlings“-Eigenschaft und der darauf aufbauenden Asylberechtigung mancher der von mir Betreuten gekommen; ich betreue, mit meiner Frau, nur noch die sechsköpfige pakistanische Familie.

Im Hinblick auf das Problemfeld Sicherheit und Migranten würde ich sagen, dass die von offizieller Seite Bund, Land, Kommune, hier: Polizeisprecher und Präventionsbeauftragter in Celle seit längerem verfolgte Strategie der zahlenbasierten Relativierung und Ableitung in scheinbare „Sicherheit“ („gelegentliche Taten“, „dunkle Ecken meiden“) nicht weiter hingenommen werden kann.

Weihnachtsmärkte werden mit Betonblöcken gesichert weihnachtlich verpackt. Wo leben wir? Wer verniedlicht den „religiös“ motivierten Terror? Die nach allen einschlägigen Mordtaten, hier und im Ausland, von führenden Politikern stereotyp vorgebrachte Formel „Wir lassen uns nicht unterkriegen, wir feiern weiter“ ist mittlerweile schlicht armselig; ich denke oft, dass meine Kinder und/oder Enkel in Berlin oder Nizza oder London hätten dabei sein können.

Ich bin der überzeugung, dass die Sicherheitsfrage nur im Rahmen einer auch gegenüber neuen Mitgliedern unserer Gesellschaft rigoros durchgesetzten und gelebten Grundgesetzkultur gelöst werden kann. Das heißt erstens, dass die romantische Ideologie des unbefragt „Bunten“ Miteinander der Kulturen (Singen und Tanzen bei Kaffee und Kuchen) von amtlicher Seite nicht weiter gefördert werden darf: unter dem gefälligen Deckmantel des „Bunten“ können sich eben oft tabuhaft „religiös“ genannte Verhaltensweisen verbergen, die mit dem Grundgesetz (GG) schlechterdings nicht zu vereinbaren sind; zweitens, dass endlich, gerade in den Medien die schwärmerische Terminologie „Flüchtlinge“, neuerdings „Flüchtende“ (schablonenhaft „traumatisiert“, „hochmotiviert“) aufgegeben wird; man werfe doch einmal einen Blick in GG Art. 16a, und in AsylG §§ 1-3: es kommen mitnichten Flüchtlinge zu uns, sondern erst einmal Migranten, „Ausländer“, „Schutzsuchende“, und sie müssen erst einmal (das geht den Romantikern einfach nicht in den Kopf) einen Antrag stellen, auf Zuerkennung der „Flüchtlings“-Qualität, mit Bezug auf mindestens eines von fünf Kriterien der Verfolgung (AsylG § 3), und erst nach der Anerkennung als „Flüchtling“ wird „Asyl“ gewährt (und auch da gibt es fragwürdige Entscheidungen, wie ja immer wieder berichtet wird). Nur im demokratisch nüchternen Kontext des Grundgesetzes und der auf ihm beruhenden Gesetze wird der Migrantenzuzug zu bewältigen sein; vornehmlich mittels eines Einwanderergesetzes.

Ich stehe der CDU nicht nahe, doch sehe ich mich veranlasst, mit Nachdruck die Sicherheits-Initiativen von Herrn Adasch zu begrüßen; ich bitte ihn, als selbstverständliche Sofortmaßnahme das Verbot des leider auch im Landkreis Celle unter allerlei Heilsformeln praktizierten, doch massiv grundgesetzwidrigen „Kirchenasyls“ hinzuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen
A. H. Kunze

Eingeschränkter Busverkehr

CELLE. Für den Linienbusverkehr der CeBus gilt Silvester der Fahrplan laut sonntags, allerdings finden die letzten Fahrten ab Celle, Schlossplatz um 16.20 Uhr statt. Das umfasst ebenfalls alle AnrufLinienFahrten (ALF). Das AnrufSammelTaxi (AST) Angebot steht an beiden Tagen nicht zur Verfügung.

Neujahr, 1. Januar, steht das AST-Angebot und der Linienbusverkehr laut Sonntagsfahrplan ohne Einschränkung zur Verfügung.

Weitere Informationen sind über die CeBus-Homepage oder die Fahrplanauskunft unter Telefon 05141/2788864 erhältlich.

Müllabfuhr an den Festtagen

CELLE. Auf Grund der Weihnachtsfeiertage verschiebt sich die Müllabfuhr um jeweils zwei Tage. Die Abfuhr von Montag, 25. Dezember, findet am Mittwoch, 27. Dezember, die von Dienstag, 26. Dezember, am Donnerstag, 28. Dezember usw. statt.

In der Neujahrswoche verschiebt sich die Müllabfuhr um jeweils einen Tag. Die Abfuhr von Montag, 1. Januar, findet am Dienstag, 2. Januar, statt usw. Die Verschiebungen gelten für die Abfuhr der Restmüll-, Biomüll-, Papier- und Gelben Tonnen sowie der Gelben Säcke. Alle Abfuhrtermine sind im Ratgeber 2017 und unter www.zacelle.de aufgeführt.

www.zacelle.de

Autoräder gestohlen

CELLE. Am Freitagabend, 15. Dezember, wurde bei der Polizei in Celle ein Diebstahl von Autorädern angezeigt, der sich bereits in der Nacht von Donnerstag zu Freitag in Westercelle ereignet hatte, berichtet die Polizei.

Den bisherigen polizeilichen Ermittlungen zufolge gelangten mindestens zwei unbekannte Täter gegen 3 Uhr auf das Gelände in der Straße An der Koppel, nachdem sie ein Metalltor aufgeschoben hatten. Auf dem Gelände machten sich die Unbekannten an einem Stapel Autoräder, die neben einer Halle gelagert waren, zu schaffen. Sie luden etwa 50 Räder unterschiedlicher Modelle und Größen in einen Transporter und verschwanden nach der Tat mit dem Fahrzeug vom Gelände. Der angerichtete Schaden beläuft sich nach Angaben des Geschädigten auf zirka 20.000 Euro, so die Polizei.

Unfall auf der B 191

CELLE. Am Donnerstagnachmittag, 14. Dezember, kamen kurz vor 17 Uhr Polizeibeamte auf ein Unfallgeschehen zu, das sich wenige Augenblicke zuvor auf der Bundesstraße 191, bei Hornshof, ereignet hatte. Ein Autofahrer, der mit seinem Daihatsu in Fahrtrichtung Eschede unterwegs war, geriet offenbar in den Gegenverkehr und streifte dabei einen Lebendtiertransporter.

Der Fahrer setzte seine Fahrt fort und konnte erst nach wenigen Kilometern von den Beamten gestoppt werden. Der 79-Jährige Celler schien unverletzt, machte auf die Beamten jedoch einen orientierungslosen Eindruck. Sie alarmierten daraufhin einen Rettungswagen, der den Mann ins Krankenhaus brachte.

Ursache des Unfalls war laut Polizei offenbar eine plötzliche Veränderung seines Gesundheitszustandes. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wurde von der Polizei auf rund 4.500 Euro geschätzt.