Celle

Hohe Belastung der Lehrkräfte wissenschaftlich nachgewiesen

Es wurde fleißig gebastelt. Foto: Stadt Celle
Es wurde fleißig gebastelt. Foto: Stadt Celle

VNL äußert sich zum Abschlussbericht Arbeitszeitanalyse

CELLE. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte fordert das Kultusministerium auf, zeitnah eine repräsentative Erfassung der Arbeitszeit der Lehrkräfte an Förder-, Haupt-, Real-, Ober- und Berufsbildenden Schulen vorzunehmen.

So könne man verlässliche Daten zur Bemessung der Arbeitszeit und zur Ermittlung des Entlastungsvolumens auch an diesen Schulformen erhalten. Das zwölfköpfige Expertengremium Arbeitszeitanalyse hat am vergangenen Dienstag an Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne den Abschlussbericht übergeben. Es habe konkreten Handlungsbedarf festgestellt, der auch vom Kultusminister nicht in Frage gestellt worden sei.

„Die Studie hat das gezeigt, was wir als Lehrervertreter schon immer angeprangert haben: Alle Lehrkräfte, auch für die keine repräsentativen Ergebnisse vorliegen, sind enorm belastet - und das seit langer Zeit. Nunmehr kann sich das Ministerium nicht mehr herausreden und muss endlich tätig werden, um die Lehrkräfte spürbar zu entlasten“, so VNL/VDR-Landesvorsitzender, Torsten Neumann, in einer ersten Stellungnahme.

Die Experten haben aufgelistet, wo und in welchem Umfang Lehrkräfte besonders belastet sind. Auch wenn für die nichtgymnasialen Schulen im Sekundar-I-Bereich und Berufsschulen zurzeit keine repräsentativen empirischen Ergebnisse zur Arbeitszeit und zum Belastungserleben vorliegen, haben sie deutliche Hinweise auf Lehrkräfte mit hohen Mehrarbeitsanteilen und auf einen Entlastungsbedarf für diese Schulformen erkannt. Die Empfehlung, Mehrarbeit abzubauen, Streuung und Zeitdruck in den Kerntätigkeiten zu reduzieren, decke sich mit den Forderungen des VNL.

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