Celle

Ab diesem November hebt Christoph 4 mit „Corpuls CPR“ ab

r. Christian Macke (links), Ärztlicher Leiter Christoph 4, und Johanniter-Notfallsanitäter Marc Lüpkemann mit dem neuen Wiederbelebungsgerät „Corpuls CPR“. Foto: JUH/Annabelle Wegener
r. Christian Macke (links), Ärztlicher Leiter Christoph 4, und Johanniter-Notfallsanitäter Marc Lüpkemann mit dem neuen Wiederbelebungsgerät „Corpuls CPR“. Foto: JUH/Annabelle Wegener

Neue und moderne Technik ermöglicht Wiederbelebung auch in der Luft

CELLE. Große Unterstützung am Patienten ermöglicht der neue „Corpuls CPR“. Das mechanische Wiederbelebungsgerät kommt ab diesem Monat auf dem Rettungshubschrauber Christoph 4, der an der MHH stationiert ist, zum Einsatz.

Damit kann die Herzdruckmassage, die am Boden begonnen wurde, in der Luft durch den „Corpuls CPR“ fortgeführt werden - sprich: Er übernimmt das Drücken auf den Brustkorb. Die Johanniter-Unfall-Hilfe investierte um die 18.000 Euro in das neue technische Gerät. „Vorher war die Herz- Lungen-Wiederbelebung im Hubschrauber nur bedingt bis gar nicht möglich und der Patient musste mit dem Rettungswagen transportiert werden“, erklärt Dr. Christian Macke, Ärztlicher Leiter von Christoph 4. Durch das neue Gerät ergeben sich zahlreiche Vorteile für die Luftrettung. „Wir können die Patienten nun unterbrechungsfrei unter Reanimation auch mit dem Hubschrauber in eine Klinik bringen, wo sie dementsprechend weiter und besser versorgt werden können“, ergänzt der Unfallchirurg der Medizinischen Hochschule Hannover.

Der „Corpuls CPR“ zeichnet sich mit einer Akkulaufzeit von 90 bis 120 Minuten aus, die Drucktiefe und Frequenz lassen sich, auch manuell während der Nutzung, einstellen. Mit speziellen Festigungsgurten kann das Gerät direkt am Patienten fixiert werden, sodass ein sicherer Transport gewährleistet ist.

Christoph 4 besitzt einen Einsatzradius von ungefähr 50 Kilometern und fliegt mit einer Geschwindigkeit von maximal 257 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Seit 1972 ist der Rettungshubschrauber in Hannover im Einsatz und feierte Anfang Oktober seinen 46. Geburtstag.

Er wird durch die Leitstelle nach einsatztaktischen Überlegungen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt und ist somit über die Rufnummer 112 für die Bevölkerung alarmierbar. Für den Melder eines Notfalls - gleich, welches Rettungsmittel kommt - entstehen keine Kosten. Mit der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der Medizinischen Hochschule Hannover ist auch der Luftrettungsstützpunkt Christoph 4 im vergangenen Jahr umgezogen.

An der Luftrettung mit Christoph 4 sind mehrere Institutionen beteiligt. Die Johanniter- Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Notfallsanitäter/ HEMS-TC. Die Piloten gehören der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn, an und kümmern sich um die Wartung und Instandhaltung des Hubschraubers. Die ärztliche Leitung hat seit 2016 Dr. Macke inne. Träger des Luftrettungsstützpunktes ist das Land Niedersachsen.

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