Bilanzsumme ist im Jahr 2018 auf über 5,5 Milliarden Euro gestiegen

Jürgen Wache (links) und Gerd Zeppei (rechts). Foto: Müller
Jürgen Wache (links) und Gerd Zeppei (rechts). Foto: Müller

Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank stellte Bilanz vor

CELLE. „Wir schreiben unsere Erfolgsgeschichte fort“, stellte Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, bei der Vorstellung der Bilanz 2018 fest.

„Die Hannoversche Volksbank hat in ihrem 158. Geschäftsjahr ihre langjährigen Geschäftsbeziehungen gepflegt und sich als verlässlicher Partner ihrer mittelständischen Privat- und Geschäftskunden gezeigt“, so Wache. In 2018 konnte die Bank nahezu 5.400 Neukunden und 4.200 neue Mitglieder gewinnen. Mehr als 108.500 Menschen aus der Wirtschaftsregion Hannover- Celle sind nun Mitglied und damit Eigentümer der Hannoverschen Volksbank.

Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank wuchs zum Stichtag 31. Dezember 2018 um 3,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,3 Milliarden Euro). Die Bank gehört zu den zehn größten Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands.

Auf der Passivseite der Bilanz wuchsen die Kundeneinlagen um 191 Millionen Euro (+4,7 Prozent) auf 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,1 Milliarden Euro). Die Bilanzposition „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ weist aufgrund von Rückführungen institutioneller Anleger einen geringeren Zuwachs in Höhe von 156 Millionen Euro aus. Dazu Wache: „Geldanlage basiert auf Vertrauen. Vertrauen in die Persönlichkeit des Beraters, in die Qualität der Beratung und in die Solidität der Bank. Unsere genossenschaftliche Beratung ist dafür vielfach ausgezeichnet worden.“

Diese aktive Kundenbetreuung spiegelt sich in den Kundendepots wider. Die Neuanlagen (+99,5 Millionen Euro) der Kunden weisen eine ausgesprochen positive Entwicklung aus. Die Kursentwicklung zum Stichtag 31. Dezember 2018 mit einem Minus von 177,8 Millionen Euro führte jedoch zu einer Reduzierung der Werte in den Depots um 78,4 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro. Dazu Wache: „Hier wirkt sich die Stichtagsbetrachtung besonders negativ aus. Wir gehen von wieder steigenden Kursen aus, die Entwicklung zu Beginn dieses Jahres weist in die richtige Richtung.“ Die gesamten Geldanlagen, die Kunden der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Verbundpartnern der Hannoverschen Volksbank getätigt haben, wiesen zum Ende des vergangenen Jahres 2,2 Milliarden Euro aus.

Die Summe der bilanziellen Einlagen und der vermittelten Gelder (Kundenwertvolumen) beträgt 6,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,3 Milliarden Euro).

Der Bestand der herausgegebenen Kredite(Forderungen gegenüber Kunden) der Hannoverschen Volksbank nahm im Jahr 2018 um bemerkenswerte 7,9 Prozent beziehungsweise 309 Millionen Euro zu. Der Kreditbestand wächst dadurch auf 3,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,6 Milliarden Euro). Die traditionelle Kundschaft der Volksbank, der private und gewerbliche Mittelstand, hat stark investiert und hierfür auf die Finanzierungsangebote der Volksbank zurückgegriffen. „Wir haben im letzten Jahr Kredite mit einem Volumen von 1,1 Milliarden Euro zugesagt“, resümiert Wache, „unsere Kunden legen Wert auf einen verlässlichen Partner hier aus der Region.“ Darin enthalten sind auch 2.800 Baufinanzierungen mit einem Volumen von rund 475 Millionen Euro. Konsumentenkredite vermittelt die Bank innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe als ‚easyCredit‘ an die Team-Bank. Hier stieg der Bestand im Jahr 2018 um 2,5 Millionen Euro auf 87,2 Millionen Euro.

Der in der Gewinn-und-Verlust- Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf 114,7 Millionen Euro (Vorjahr: 118,9 Millionen Euro) ab. „Das Wachstum des Kreditgeschäfts hat unsere Erwartungen auch im Jahr 2018 übertroffen“, betonte Wache, „und den erwarteten Rückgang des Zinsergebnisses minimiert.“ Der Provisionsüberschuss nahm um 0,9 Prozent auf 36,0 Millionen Euro (Vorjahr: 36,7 Millionen Euro) ab.

Der Personalaufwand betrug im vergangenen Jahr 58,0 Millionen Euro (Vorjahr: 58,3 Millionen Euro) und entspricht der Planung. Der Sachaufwand (inklusive Afa) wuchs auf 37,7 Millionen Euro (Vorjahr: 36,6 Millionen Euro). Gründe sind die erhöhte Bankenabgabe, Investitionen in die IT-Infrastruktur und eine neue Telefonanlage sowie die Unterstützung der bundesweiten Digitalisierungs- Offensive der Volks- und Raiffeisenbanken. Unter diesen Rahmenbedingungen hat sich das Betriebsergebnis vor Bewertung reduziert. Es fiel mit 52,4 Millionen Euro um 6,4 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Dieses entspricht 0,95 Prozent der Bilanzsumme.

Aus dem Jahresüberschuss von 13,9 Millionen Euro (Vorjahr: 13,9 Millionen Euro) will die Bank wieder eine Dividende von 5,5 Prozent zahlen. Die Cost-Income-Ratio (Aufwand- Ertrag-Relation/CIR) beträgt 64,7.

Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank unverändert 903 Mitarbeiter. Mit 43 Auszubildenden zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studenten zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive. Die Volksbank betreibt 39 Geschäftsstellen sowie 34 SB-Center. Bundesweit können sich die Kunden der Bank an fast 20.000 Geldautomaten kostenlos mit Bargeld versorgen. Mehr als 61 Prozent der Girokonten werden online geführt.

Über Förder- und Sponsoringmaßnahmen sowie Spenden unterstützt die Hannoversche Volksbank Projekte und Initiativen mit mehr als eine Million Euro. Die Volksbank Celle, Niederlassung der Hannoverschen Volksbank, blickt zufrieden auf ihr 165. Geschäftsjahr zurück. Die Genossenschaftsbank, die zu den ältesten in Deutschland zählt, betreut in der Residenzstadt rund 14.000 Kunden, 6.570 sind auch Mitglied der genossenschaftlichen Bank.

Das Kreditgeschäft der Volksbank Celle konnte wie in den Vorjahren erneut deutliche Zuwächse verzeichnen. Es stieg um 11,1 Prozent auf 243,5 Millionen Euro (Vorjahr: 219,3 Millionen Euro). Damit liegt das Wachstum hier über dem Bankendurchschnitt. „Die wirtschaftliche Situation in der Ölbranche hat sich weiter stabilisiert. Davon profitieren auch kleine und mittelständische Unternehmen“, berichtet Niederlassungsleiter Gerd Zeppei. „So haben wir in der Stadt und im Landkreis Celle eine Arbeitslosenquote nur leicht über dem Landesdurchschnitt“, fährt der Niederlassungsleiter fort. „Auch für Celle gilt, dass es bei den Betrieben einen großen Mangel an Fachkräften gibt.“

„Die Nachfrage nach neuen Investitionskrediten durch unsere gewerbliche Kundschaft ist unverändert hoch“, berichtet Zeppei. Besonders großen Anteil an der positiven Entwicklung im Kreditgeschäft der Volksbank Celle haben jedoch auch in diesem Jahr wieder die Immobilienkredite. „Hier erleben wir unverändert einen Boom“, erläutert er. Fast 150 private Baufinanzierungen sind im zurückliegenden Geschäftsjahr in Celle zugesagt worden. Bei den bilanziellen Einlagen verzeichnet die Niederlassung der Hannoverschen Volksbank in Celle ebenfalls ein Wachstum. Im zurückliegenden Geschäftsjahr betragen sie zum Bilanzstichtag 198,8 Millionen Euro (Vorjahr: 194,3 Millionen Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent.