Auftrag für die Planung eines Erweiterungsbaus erteilt

Die Gruppe „Gemeinsam für Winsen“ spricht sich für die Erweiterung des Top-Standortes „Grundschule am Amtshof“ aus. Foto: Müller
Die Gruppe „Gemeinsam für Winsen“ spricht sich für die Erweiterung des Top-Standortes „Grundschule am Amtshof“ aus. Foto: Müller

GfW-Gruppe will schnelle Entlastung für die Winser Grundschule

WINSEN. Mit großer Mehrheit hat der Rat der Gemeinde Winsen (Aller) in seiner jüngsten Sitzung im „Grooden Hus“ auf dem Winser Museumshof dafür gestimmt, die Gemeindeverwaltung mit der Planung für einen Erweiterungsbau für die Winser Grundschule zu beauftragen.

„Wir sind stolz darauf, dass sich unsere Grundschule mit dem Leiter Frank Werner an der Spitze in den letzten Jahren so gut entwickelt hat. Und dass Winsen als Zukunftsgemeinde gerade für junge Familien attraktiv ist, haben wir in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen“, sagt Ina Boy (SPD), die Sprecherin der Gruppe „Gemeinsam für Winsen“ (GfW). „Dafür werden wir auch künftig investieren“, erklärt sie weiter.

„Statt ein Luftschloss ,zweite Grundschule‘ zu bauen, setzen wir auf eine Erweiterung am bisherigen Standort. Das stärkt die Struktur, sichert die Unterrichtsversorgung und weitere Angebote wie Schulsozialarbeit durch eine große Schule als Basis. Den Bau einer neuen Grundschule zu forcieren ist hingegen ein Irrweg: In der Folge würden zwei kleine Grundschulen in Winsen bestehen, es würden wesentlich mehr Kosten durch doppelt nötige Infrastruktur entstehen, so würde jährlich allein rund eine halbe Million Euro an zusätzlichen Kosten für einen zweiten Ganztagsbetrieb anfallen. Zudem wäre die Lehrerversorgung absehbar ein Problem, weil für kleine Grundschulen nur schwer Personal zu gewinnen ist“, sagt Maximilian Schmidt (SPD), Ratsherr und Vorsitzender des Winser Schulausschusses.

Eltern und Kindern wäre seiner Ansicht nach mit einer zweiter Grundschule in vielen Jahren nicht geholfen - stattdessen aber mit einem Erweiterungsbau. „Wir wollen in zwei Jahren, wenn mehr Raum benötigt wird, eine fertige Lösung haben und dann auch ohne provisorische Container auskommen. Ein neuer Schulbau würde hingegen mindestens sechs Millionen Euro verschlingen, was die Winser Bürgerinnen und Bürger zusätzlich belasten würde und dazu erst viel später fertig werden würde. Wir machen den Eltern und Lehrkräften stattdessen eine realistische und pragmatische Zusage: Wir investieren in den bisherigen Standort, um beste Lehr- und Lernbedingungen zu bieten“, so Schmidt weiter.

Auch für Jannick Randolph (CDW), ebenfalls Sprecher der Gruppe „GfW“, ist die Luftschloss-Idee von CDU und AfD wenig nachvollziehbar. „Wir haben doch vor wenigen Jahren erst beide Mini-Grundschulen in Winsen zu einer leistungsfähigen Grundschule zusammengelegt. Die Rolle rückwärts von CDU und AfD entbehrt jedweder sachlicher Grundlage und ist scheinbar rein politisch motiviert - in der Sitzung konnte von deren Vertretern jedenfalls kein einziges stichhaltiges Argument vorgetragen werden“, so Randolph weiter.

Die Gruppe „GfW“ hat sich deshalb am Abend während der Winser Ratssitzung gegen einen langwierigen und ihrer Ansicht nach finanziell unseriösen Neubaukurs entschieden und praktisch den Weg für die Planung eines Erweiterungsbaus der Grundschule Winsen freigemacht.